Ayurveda

Eine Einführung in die Grundlagen

 

Das Wort Ayurveda teilt sich in 2 Teile: Ayur heisst das Leben und Veda die Wissenschaft, Ayurveda ist die Wissenschaft des Lebens.

Es wird auch als Philosophie bezeichnet, denn es ist ein holistisches System. Es beinhaltet auch Yoga und Meditation.

Ayurveda exsistiert in Sri Lanka ca 2500 Jahre, es kam aus Indien, wo es seit ca 5000 Jahren praktiziert wird, und hat sich mit der srilankischen Volksmedizin gemischt. Deswegen unterscheidet sich das indische vom srilankischen Ayurveda.

 

 

Ayurveda hilft in zwei Bereichen: erstens heilt es Krankheiten, zweitens erhält es die Gesundheit.

 

Was macht einen gesunden Menschen aus?

 

Es sind 5 Merkmale:

  1. Die Doshas sind ausgeglichen.

  2. Agni – Das Verdauungsfeuer oder der Unterschied zwischen Hunger und Apetit

  3. Dhatu - Die 7 Gewebe

  4. Mala - Die Ausscheidungen

  5. Die Ausgeglichenheit des Geistes

 

1.Die Doshas: Vata, Pitta, Kapha

 

Die Welt besteht aus 5 Elementen: Wasser, Luft, Erde, Feuer, Raum.

 

Vata besteht aus Luft und Raum, es ist wie der Wind sehr wechselhaft, mal sanft - mal stürmisch. Es regiert die drei Doshas und wird körperlich dem Nervensystem und dem Geist zugeordnet und anatomisch befindet es sich unterhalb des Bauchnabels. Vata Menschen sind schlank, haben schmale Gesichter, brauchen lange um sich zu entscheiden und ändern ihre Meinung leicht, sie sind sehr aktiv, manchmal ohne Grund. Das Lebensalter, dass dem Vata zugeordnet wird, ist das Alter und die Tagezeit der Abend.

 

Pitta besteht aus Wasser und Feuer, und ist wie die Sonne für alle heissen Faktoren im Körper zuständig, zB. die Verdaung, Enzyme und Hormone. Anatomisch ist die Pittaregion zwischen Herz und Bauchnabel. Pitta Menschen sind kräftig und standfest, haben eine schnelle Auffassungsgabe, treffen Entscheidungen und ändern diese nicht. Das Lebensalter von Pitta ist zwischen Pubertät und Wechseljahre, die Tageszeit ist der Mittag.

 

Kapha ist Wasser und Erde, und ist wie der Mond, und für alle Flüssigkeiten, Schleim und Muskeln im Körper zuständig. Die Körperregion ist alles oberhalb des Herzens, das Lebensalter ist die Kindheit. Kapha Menschen sind etwas rundlicher, bewegen sich ungerne, sind wissbegierig und intelligent. Die Tageszeit ist der Morgen.

 

Jeder Mensch hat alle drei Doshas in sich, allerdings variert das Verhältnis. Die meisten Menschen sind Mischformen aus zwei starken Doshas, seltener sind reine Ein-Dosahatypen und noch seltener drei gleich starke Doshatypen.

 

Der Artzt stellt in der Erstkonsultation zwei Dinge fest: erstens den Konstitutionstyp, zweitens die momentane Situation der Doshas. Der Konstitutionstyp ist feststehend und entscheidet sich im Mutterleib, beeinflusst von den Genen der Eltern und wie die Mutter lebt.

Die Situation der Doshas ist beeinflusst von den momentanen Lebens- und Essgewohnheiten, und dem körperlichen und geitigen Zustand.

 

Diejenigen, die zur Kur kommen, haben in der Regel unausgeglichene Doshas, die während der Kur durch Massagen, Medizin, Essen/Trinken und Yoga wieder ins Gleichgewicht gebracht werden und dadurch Krankheiten heilen können bzw. Gesundheit erhalten wird.

 

2.Agni – Das Verdauungsfeuer oder der Unterschied zwischen Hunger und Apetit

 

Man sollte nur essen, wenn man wirklich Hunger hat, denn dann stellt der Magen alle Säfte und Enzyme zur Verdauung bereit. Das Aufschieben der Nahrungsaufnahme ist genauso schlecht, wie das Essen ohne Hunger, weil die Verdauungssäfte dabei entweder zu sauer werden oder nicht ausreichend vorhanden sind, um die Nahrung gut zu verwerten. Am besten man gewöhnt sich daran drei regelmässige Mahlzeiten einzunehmen: Morgens ein, an Vitaminen und Mineralien reiches Frühstück, um Energie für den Tag zu haben. Am Mittag ein ausgewogens Essen, das alle 5 Geschmackrichtungen beinhaltet: süss, sauer, salzig, bitter und astringierend (zusammenziehend). Am Abend ein frühes, leicht verdauliches Essen ohne Rohkost. Hat man zwischdurch Hunger, dann kann man eine Kleinigkeit, die leicht zu verdauen ist, zu sich nehmen.

 

 

3.Dhatu - Die 7 Gewebe

  1. Rasa: Die Nahrungsverwertung

  2. Ragta: Blut

  3. Manche: Muskeln

  4. Meda: Fett

  5. Aspi: Knochen

  6. Matcha: Knochenmark

  7. Shukre: Fortpflanzungsorgane

Nimmt man Nahrung mit gutem Hunger und nahrhaftem Essen zu sich, kann sie gut verwertet werden, d.h. die Nährstoffe gelangen ins Blut und werden im ganzen Körper verteilt und nähren die Muskeln und Organe. Diese produzieren Fett, dass die Knochen und das Knochenmark nährt. Dadurch werden gute Spermien und Eier (Hormone) gebildet und es kann eine gesunde neue Generation entstehen bzw. man kann gesund alt werden.

Die regelmässige Nahrungsaufnahe von gesundem natürlichem Essen ist im Ayurveda Medizin und Vorsorge zugleich.

 

4.Mala - Die Ausscheidungen

 

Der Körper entledigt sich der Stoffwechselschlacken auf drei verscheidenen Wegen: über den Stuhl, den Urin und das Schwitzen. Ein gesunder Stuhlgang sollte täglich je nach Essen und Bewegung 1 - 3 mal geschehen. Verstopfung führt zur Aufnahme von Giften in die Körperzellen, und Durchfall führt zum Verlust von Nährstoffen. Täglich sollte man ca 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, damit ist vorallem reines Wasser gemeint, aber auch Säfte aus frischem Obst und Gemüse, Tee und Suppe. (Kaffee und Softdrings gehören nicht dazu). Schwitzen reinigt vorallem das Blut und sollte, bei kaltem Klima durch Bewegung oder Sauna herbeigeführt werden.

 

5.Die Ausgeglichenheit des Geistes

 

Ein ausgeglichener Geist beeinflusst alle vorangegangenen körperlichen Zustände.

Es ist wichtig eine positive Einstellung zu erhalten und die Psyche zu reinigen.Dazu unterscheidet man zwischen dem, was einem gut tut und was schlecht ist.

Sich Zeit zu nehmen für gute Gespräche mit Freunden/Familie oder Meditation/beten kann dabei helfen.

Positives Denken ist eine Entscheidung, die man trifft und trainiert. Anderen zu helfen und teilen was man hat, kann auch gutun.

Manchmal ist es förderlich einen besondern Ort zur Sammlung zu aufzusuchen, z.B. einen Tempel/Kirche oder einen schönen Platz in der Natur.

 

Fazit:

 

Ayurveda will vor allem die Gesundheit erhalten und bietet ein System, dem jede/r folgen kann. Es lehrt wie man auf den Körper und den Geist hört und das tut, was einem gut tut.

Meditation und Yoga gehören dazu und werden in anderen Artikeln nochmal ausführlicher beschrieben.

 

Ayobowan!

"ein langes gesundes Leben"

 

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