Die Ayurveda-Kur in Sri Lanka

 Will man eine Ayurveda Kur machen, so sollte man zunächst entscheiden, ob man sich für einen Wellnessurlaub oder eine traditionelle Reinigungskur interessiert. Bei der Auswahl des Hotels oder Resorts achtet man am besten darauf, ob es einen Arzt gibt und wie oft Konsultationen stattfinden, d.h. man nimmt dann auch Kräutermedizin ein, und die Behandlungen und das Essen sind der Befindlichkeit angepasst. Auf den Webseiten der Hotels sind die Unterschiede meistens ausführlich erklärt und man kann zwischen den verschiedenen Möglichkeiten auswählen.

 

Die Kur teilt sich in drei Teile, die ineinander übergehen:

Die Reinigung, Prävention und Verjüngung.

 

 Die Reinigung des Körpers ist das Herzstück einer Ayurveda-Kur. Durch das Ausleiten der Gifte werden die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt bzw. aktiviert, und Krankheiten können an der Ursache geheilt werden. Im Ayurveda geht man davon aus, dass Stoffwechselschlacken, die durch eine schlechte Verdauung und Nahrungsverwertung entstehen, an verschiedenen Stellen im Körper abgelagert werden und dort auf Dauer krank machen.

 

Die Reinigungskur ist in Sri Lanka sanfter als in der indischen Tradition. Man schaut erstmal, wie der Körper auf die Kräutermedizin und die Behandlungen reagiert. Die Behandlungen sind sanfte Ganz - und Teilkörpermassagen, bei denen medizinische Öle tief ins Gewebe einmassiert werden. Das nährt die Gewebe, Muskeln und Knochen und löst Ablagerungen.

 

Ganzkörpermassagen werden oft von zwei Therapeuten synchron ausgeführt. Die sri-lankischen Therapeuten tragen mit ihrem sanften freundlichen Wesen enorm zum Erfolg der Kur bei. So ist die Wirkung nicht allein körperlich, sondern glättet die Emotionen und es stellt sich eine sanfte innere Ruhe ein. Hier kann dann Heilung geschehen.

 

Die Medizin sammelt Gifte, die sich durch die Behandlungen lösen und leitet sie über den Urin, Stuhl und Schweiss aus dem Körper. Deswegen kann es zu vermehrter Entleerung kommen. Es gibt auch Erstverschlimmerungen, weil die Gifte ja zunächst wieder gelöst im Körper umher wandern. Auch alte Schmerzen können wieder aufleben, aber nur um dann ein für alle Mal ausgeheilt zu werden.

 

Nach ein paar Tagen schon fühlt man sich leichter und hat mehr Energie. Nun kann Prävention beginnen, d.h. die Konstitution wird gestärkt, bestimmte Befindlichkeiten werden gezielt behandelt. Die Doshas werden wieder ausgeglichen. Ist die Entgiftung gut verlaufen kann man die Depots mit Mineralien und Vitaminen auffüllen. Im Ayurveda gibt es dazu spezielle Pasten, die das Immunsystem stärken und dem Körper helfen gesund und jung zu bleiben. Nach 2 bis 3 Wochen Kur kann man das Ergebnis fühlen und sehen. Der Erfolg ist anhaltend, wenn man weiterhin gutes Essen isst und eine positive Lebenseinstellung bewahrt.

 

Die Konsultationen:

 

Der Ayurveda-Arzt hat 5 Jahre an einer spezialisierten Universität studiert und danach ein Jahr Praktikum in einem Krankenhaus absolviert, bevor er/sie praktizieren darf (InSri Lanka gibt es staatliche Ayurveda Krankenhäuser). Danach kann er/sie sich noch spezialisieren zB. auf Panchakarma, die 5 verschieden Reinigungstechniken oder HNO u.ä.

 

Bei der Erstkonsultation nimmt er/sie sich viel Zeit, um die Befindlichkeiten des Patienten heraus zu finden. Eine ausführliche Anamnese, Krankengeschichte, Operationen sind genauso wichtig wie bestimmte Vorlieben und Abneigungen. Das seelische Empfinden wird erfragt und berücksichtigt, der Körper und die Organe werden abgetastet.

 

Dann folgt die Pulsdiagnose, dabei wird der Konstitutionstyp und die momentane Situation der Doshas (Vatha, Pitta, Kapha), der drei Körperenergien festgestellt. Danach wird ein Behandlungsplan erstellt und Kräutermedizin ausgesucht, das Essen wird angepasst und ergänzend dazu Säfte und Tees verordnet.

 

Das alles wird immer wieder neu eingestellt, je nachdem wie die Person darauf reagiert. Kurzkonsultationen finden bis zum Abschluss der Kur alle 2-3 Tage statt. Die Ärzte überwachen die Therapien und Medikamentenausgabe und sind jederzeit ansprechbar.

 

Die Abschlusskonsultation ist dann wieder umfangreicher. Es wird besprochen, was sich verändert hat und wie man zu Hause weitermachen kann. Für die Nachkur nimmt man Kräutermedizin mit nach Hause, vor allem die Verjüngungspasten. Es gibt eine ausführliche Ernährungsberatung und allgemeine Ratschläge, wie der Kurerfolg lange anhalten kann.

Da das Ergebnis ganzheitlich und nachhaltig wirkt, kommen viele Gäste regelmässig wieder.

 

 

Ayubowan

"ein langes gesundes Leben!"

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gaby Wagner (Dienstag, 26 April 2016 15:54)

    Liebe Lala,
    was für eine gelungene Beschreibung deiner Person und deiner Ziele, ich habe dich zu 100% wieder erkannt...als Ayurveda-Wiederholungstäter in Sri Lanka kann ich nur bestätigen, was Lala über den Ablauf und die Wirkung einer Reinigungskur schreibt...ich habe mich jedes Mal wie neu geboren gefühlt...ich freue mich schon auf weitere Beiträge und werde regelmäßig "vorbeischauen "
    Herzlich Gaby